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Niek Baar – Dvorák Violinkonzert – Januar 2025
Tournee mit der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford / Jonathan Bloxham
+ Paderborn – Westfalenblatt, 25.1.25
Als Solist des spieltechnisch anspruchsvollen Violinkonzertes a-Moll op. 53(1883) von Antonín Dvořák konnte der 1991 in Rotterdam geborene undpreisgekrönte Geiger Niek Baar gewonnen werden. Der international gefragteMusiker spielt auf einer wertvollen, von Carlo Bergonzi 1729 in Cremonagebauten Violine.
Die enormen, technischen Anforderungen dieses selten gespieltenWerkes meisterte der Solist mit virtuoser Brillanz und nuancierter,musikalischer Ausdruckskraft.
Nach dem verdient stürmischen Beifall spielte Niek Baar die tiefsinnige„Sarabande“ aus der Violin-Partita Nr. 2 in d-Moll, BWV 1004 von JohannSebastian Bach.
+ Paderborn – Neue Westfälische, 24.1.25
In Niek Baar hat das Werk einen hervorragenden Interpreten, stil- und (Noten)textsicher, ein Virtuose, von dem man mit Sicherheit noch hören wird.
+ Bad Salzuflen – Lippische Landeszeitung, 27.1.25
Baar, der sich als charismatischer Musiker einen Namen gemacht hat, bewies in seinem NWD-Debüt eine außergewöhnliche technische Präzision und beeindruckende emotionale Tongebung. Es gelang ihm, sich klanglich zu behaupten und ein gelungenes Wechselspiel mit dem Orchester aufzunehmen. Später gestaltete er einen geschliffenen Dialog bis hin zu Spitzentönen. Besonders im Adagio, das vor slawischer Melancholie und lyrischer Schönheit strotzt, fesselte er das Publikum mit einem warmen, nuancierten Ton. Die virtuosen Passagen im Finale spielte er mit einer federleichtern Bogenführung, die fast spielerisch wirkte.
Für den lang anhaltenden Applaus bedankte er sich als Zugabe in anrührendster Tongebung mit dem Largo der 3. Violinsonate C-Dur BWV 1005 von Bach und der Sarabande der 2. Partita d-Moll BWV 1004.
+ Herford – Neue Westfälische, 28.1.25
Mit dem niederländischen Geiger Niek Baar konnte für Dvoráks Violinkonzert einer der spannendsten Geiger der jüngeren Generation gewonnen werden.
Niek Baar spielte souverän und ausdrucksstark differenziert. … Mit einer Sarabende aus Bachs Solosuiten zeigte Niek Baar anschließend in erfrischender Weise musikalischen Tiefgang gepaart mit musikantischer Ausdrucksstärke.
+ Hameln – Dewezet, 30.1.25
Nichts weniger als eine beglückende Begegnung.
Concertgebouw Chamber Orchestra und Teufelsgeiger Niek Baar begeistern beim Konzert in der Oetkerhalle
Spiel- und Klangkultur vom Feinsten
… In der Mitte empfahl sich Niek Baar, ein junger aufstrebender Stern am Violinisten-himmel, mit zwei teuflischen Virtuosenstücken.
Giuseppe Tartinis Violinsonate g-Moll verdankt ihren Beinamen „Teufelstriller“ der Notwendigkeit, im Finalsatz eine Melodie mittels Trillerbewegungen zu produzieren. Eine spieltechnisch wahrlich sportliche Aufgabe, die Niek Baar jedoch scheinbar mühelos und mit größtem Klang- und Melodiesinn meisterte, nachdem er zuvor mit intensiver Tongestaltung und rasanten Arabesken geglänzt hatte.
Wer denkt, das sei nicht zu toppen, hat die Rechnung ohne Camille Saint-Saëns und seiner „Introduction et Rondo capriccioso“ gemacht. Präsentiert in einer Fassung für Solovioline und Streichorchester, offerierte Baar in der Einleitung Zuckerguss-Lyrik vom Feinsten, ehe er sich ins Reich der kapriziösen und koketten Vorschläge, der spanischen Tänze und effektvollen Schluchzer begab. Da stand ein Teufelsgeiger, der mal feurige, mal laszive Verführungskunst mittels Geigenspiel vollzog und dafür vom Publikum gefeiert wurde.
Uta Jostwerner
Bielefeld – Westfalen Blatt, 5.10.2021 |