Martin Haselböck
Dirigent - Künstl. Leiter des Orchesters Wiener Akademie und des Orchesters Musica Angelica Los Angeles

http://www.haselboeck.org

CD-Rezensionen

Martin Haselböck


NEUESTE VERÖFFENTLICHUNG / RESOUND BEETHOVEN, VOL 2
Beethoven - Symphonie Nr.7 sowie Werke von Dussek und Pleyel
(Das Programm der UA der 7. Symphonie vom 8. Dezember 1813)

Dazu schreibt klassik.com, Dr. Johannes Schaarwächter am 3. April 2016:

Die Wiener Akademie entlüftet unter der Leitung von Martin Haselböck Beethoven Schlachtenmusik und findet zu einer sehr ansprechenden Farbigkeit.

Mit der Reihe ‚RESOUND BEETHOVEN‘ erkundet Martin Haselböck mit seinem Orchester Wiener Akademie die historischen Wiener Konzertsäle und ihre Verbindung zur Musik Ludwig van Beethovens. In der vorliegenden Folge sind die Musiker im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu Gast, wo am 8. Dezember 1813 nicht nur die Siebte Sinfonie A-Dur op. 92 uraufgeführt wurde, sondern auch 'Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria' op. 91; außerdem kamen zwei Märsche von Jan Ladislav Dussek und Ignaz Josef Pleyel zu Gehör, gespielt von Johann Nepomuk Mälzels spektakulärem ‚mechanischen Feldtrompeter‘, einem mechanischen Musikinstrument, das im vorliegenden Fall in Gestalt einer Nachschöpfung diverser Wiener Hochschulinstitute wiederbelebt wird.
‚Einmal aufgezogen‘, schreibt der Booklettext, ‚war der Automat nicht mehr zu stoppen‘. Das bedeutet, die Metrik dieser Aufführungen muss beispielhaft gewesen sein, ebenso die Abstimmung zwischen mechanischem Musikinstrument und Orchester. Pleyels 'Jubelmarsch' und Dusseks 'Braunschweig-Marsch' lassen das zweifelhafte Instrument, das ganz weit entfernt an eine mechanische Orgel erinnert, beeindruckend wieder aufleben, deren musikalischer Wert zumindest der einer Kuriosität ist.

In Beethovens 'Wellingtons Sieg' kam schlussendlich nicht Mälzels Panharmonikon zum Einsatz, vielmehr erweiterte der Komponist den Orchesterpart, so dass das prominente Publikum (unter ihm Salieri, Spohr, Schuppanzigh, Hummel und Meyerbeer) ein echtes musikalisches Ereignis ganz eigener Couleur erleben konnte. In der vorliegenden Interpretation mit dem Orchester Wiener Akademie fällt nicht nur die ausgeklügelte Klangregie auf, die Beethoven ‚mitkomponiert‘ hatte – die Musik hat trotz des kriegerischen Charakters eine Wärme, die durch die Raumakustik und die Instrumentenwahl und -spielweise gleichermaßen bedingt ist. Der spektakuläre Klang der Musik konnte das Publikum nur zu Begeisterungsstürmen hinreißen – jede Symphonische Dichtung von Franz Liszt ist musikalisch zahmer als Beethovens keineswegs zu unterschätzendes Werk. Nicht ganz so überzeugend wie die Schlachtszene gerät die sogenannte 'Sieges-Symphonie', die an mancher Stelle nicht ganz so exuberant musiziert wird, wie es möglich wäre. Sie bleibt sozusagen mit beiden Beinen auf dem Boden, hebt nicht ekstatisch ab, wie man es bei Beethoven durchaus kann und sollte (was keine Frage der Tempowahl ist). Allerdings kommt das Schlussfugato so umso klarer und überzeugender zur Geltung.

Hinter dem außerordentlichen Effekt, den die zweite Programmhälfte machte, mag die Siebte Sinfonie fast ins Hintertreffen gekommen sein. Nicht so hier in der intensiven Darbietung durch das Orchester Wiener Akademie, das, nicht zuletzt durch die Klangdramaturgie und die Farbigkeit der Instrumente, besonders lebensvolle Qualitäten bieten kann. Die Akzente werden sinnvoll zugespitzt, die Steigerungen überzeugend aufgebaut, auch die Verbindung zu 'Wellingtons Sieg' ist hörbar, ohne übertrieben zu sein. Herrlich gestalten Haselböck und seine Musiker die Bögen des langsamen Satzes, das Scherzo überschlägt sich kontrolliert-schwungvoll, ehe sich das Finale als Schwester des Schlussjubels von 'Wellingtons Sieg' erweist.

Aufnahmetechnisch ist die Produktion absolut vorbildlich. Insgesamt eine nicht nur spannende, sondern eine musikalisch und musikhistorisch ausgesprochen reizvolle Produktion, die den Wunsch nach mehr laut werden lässt. Gut so.

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NEUE VERÖFFENTLICHUNGEN / AKTUELLE PROJEKTE:
Mit dem Projekt "RESOUND BEETHOVEN - Originalklang am Originalschauplatz" bietet Martin Haselböck mit dem Orchester Wiener Akademie Einblicke in die Entstehungszeit der Symphonien Beethovens. Alle Symphonien Beethovens wurden in Wien uraufgeführt. Von den Originalplätzen der Uraufführungen sind heute noch vier Säle erhalten, ferner einige weitere, in denen die Symphonien Beethovens zu dessen Lebzeiten gespielt wurden. Im Redoutensaal der Wiener Hofburg, dem Theater an der Wien und im Eroica-Saal des Palais Lobkowitz setzt Haselböck seinen Zyklus aller Symphonien fort: Musik im Klang ihrer Zeit, in vollendeter Authentizität.



Martin Haselböck / Orchester Wiener Akademie - RESOUND BEETHOVEN: Symphonien 1 & 2
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck (Leitung)
Label: Alpha

Ein erster Markstein sind die Einspielungen der Symphonien 1 und 2 beim Label ALPHA, aufgenommen im Landhaussaal des Palais Niederösterreich in Wien.
Attila Csampai kommentiert dies in stereoplay:
"Was mich aber vom Stuhl gerissen hat, ist nicht nur die wunderbare, intime Akustik dieses Festsaales, sondern die geradezu subversive Spielfreude, mit der das 40köpfige Ensemble diesen frühen Manifesten des Aufbruchs ihren revolutionären Stachel wieder einpflanzt, dabei neben aller Aufsässigkeit aber auch eine Prise Wiener Humor dazumischt, sodass diese abgespielten Stücke hier mit Eleganz, Drive und Biss allen alten Ballast und alle teutonische Steifheit abstreifen und frische Lebensenergien freisetzen: Das klingt einfach alles noch einen Tick charmanter und wienerischer als die ähnlich rigorosen und schroffen Beethoven-Einspielungen Paavo Järvis und Giovanni Antoninis. Haselböck und seine Mitstreiter scheinen es aber auch irgendwie im Blut zu haben. Jedenfalls klangen die beiden Werke noch nie so mitreißend wie hier: Da können die Herren Philharmoniker sich was abgucken. Beethoevn wird hier zum Mitstreiter von Charlie Hebdo, Wikileaks und allen anderen frechen Aufklärern von heute."

"Kraftvoll zupackend, vital und vollblütig" nennt Deustchlandradio Kultur diese Interpretation. Zu lesen HIER.

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Martin Haselböck / Orchester Wiener Akademie - Liszt: The Sound of Weimar, Vol. 1-5

Liszt, ein künstlerisch rundum gebildeter und interessierter Weltmann, wurde auch nach seinem Tode immer wieder unterschätzt; die ihm so nahe, lautstarke Stimme Wagners drohte ihn zu übertönen. Richard Strauss hat den Typus der einsätzigen sinfonischen Dichtungen (in „Don Juan“, „Till Eulenspiegel“ oder „Also sprach Zarathustra“) vielleicht noch glanzvoller als Liszt erfüllt. Aber mit ihrer Vielzahl (5 CDs, mehr als 5 Stunden Musik) und ihren ausgreifenden inhaltlichen Bezügen bleiben die Lisztschen Orchesterwerke dennoch stets eine reizvolle Erbschaft. Etwas näher am Vergessenwerden als manches andere, eignen sie sich umso besser zur periodischen Neuentdeckung. Sie wird durch Halselböcks Interpretation - der man „Originalität“ im umfassendsten Sinne attestieren kann - zum Ereignis.

faustkultur.de, Hans-Klaus Jungheinrich (19. Februar 2013)

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Martin Haselböck / Orchester Wiener Akademie - Liszt: Hunnenschlacht, Hungaria, Mazeppa

Das Label NCA setzt seine beeindruckende Franz-Liszt-Edition mit dem Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck fort. Die Experten für ältere Musik gehen mit der großen Romantik respektvoll, aber auch innovativ um. Selten hat man Liszt so entschlackt, so durchsichtig und auf musikalische Struktur und harmonische Entwicklung bedacht gehört und dabei so zugespitzt, so federnd und prägnant pointiert. Viel hängt auch mit dem historischen Instrumentarium zusammen. Es befreit Liszt von der Üppigkeit moderner Orchesterapparate, entwuchert ihn gleichsam und schärft dadurch das Ohr für die unglaubliche Vielseitigkeit und das oft überdeckte Filigrane dieser Musik. Das bekommt dem Feingeist Liszt viel besser, als die oft zelebrierte Wagnersche Opulenz. Ein schöne Edition, die würdig fortgesetzt wird.

www.mdr.de (01. Februar 2012)

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Martin Haselböck / Orchester Wiener Akademie - Liszt: Dante-Sinfonie & Evocation à la Chapelle Sixtine
Orchester Wiener Akademie
Chorus Sine Nomine
Martin Haselböck (Leitung)
Label: NCA

Dazu die Presse:

"Sicher eine der faszinierensten Aufnahmen im Liszt-Jahr."
concerti, Volker Tarnow, April 2011

"Eine geradezu umwerfende Einspielung von Liszts Dante Sinfonie und der Evocation à la Chapelle sixtine - so müsste man einmal Wagner hören dürfen!! Gratulation!
Klassik-heute.de, Frank Höndgen, 28.03.2011

Insofern ist Martin Haselböcks Aufnahme der "Dante-Sinfonie" auf historischen Instrumenten eine kleine Sensation. ... So gespielt, könnte sich das bislang im Schatten der "Faust-Sinfonie" stehende Dante-Opus auch im Repertoire durchsetzen. Die Entdeckung des Orchesterkomponisten Liszt hat begonnen.
Rondo, Jörg Königsdorf, 28.05.2011

Eine Referenz-Aufnahme, die das immer noch unterschätzte Meisterwerk Liszts ins rechte Licht rückt: kompromisslos und mitreißend.
Stereoplay, Michael Stegemann, 1. Mai 2011

An auspicious start to what should prove to be an important new series.
Grammophone, Rob Cowan, August 2011

Der viel versprechende Beginn eines längst überfälligen Projekts: die Orchesterwerke Franz Liszts auf Originalinstrumenten. Interpretatorisch und klanglich bleiben keine Wünsche offen.
Hifistatement, Thomas Schulz, 25. April 2011

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Martin Haselböck / Orchester Wiener Akademie - Liszt: Liszt: Les Préludes, Orpheus, Berg-Symphonie
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck (Leitung)
Label: NCA

Dazu die Presse:

Ihrem vollauf gelungenen ersten Streich lassen Martin Haselböck und das Orchester Wiener Akademie einen ebenso schönen zweiten folgen: Die neue Folge der Liszt-Orchesterwerke „im Originalklang“ präsentiert die Sinfonischen Dichtungen 1, 2 und 4: die Berg-Sinfonie, Orpheus und die die berühmten, von den Nazis als Erkennungsmelodie zur Wehrmachtsberichtserstattung missbrauchten Les Préludes. Auf historischem Instrumentarium mit zum Teil noch aus Liszts Orchestern stammenden Blasinstrumenten klingen die oft als dickflüssig gescholtenen Werke transparent und klar, das Klangbild ist warm. Diese CD- Reihe entlarvt so manches Urteil über Liszt als voreilig.
concerti.de, Heiner Milberg, Oktober 2011

In Weimar schuf Liszt einige seiner bedeutendsten Werke. Martin Haselböck und sein Orchester Wiener Akademie haben diese Epoche gleichsam in eine Nusssschale gefasst und drei Sinfonische Dichtungen auf historischen Instrumenten eingespielt: expressiv und voll faszinierender Spezialeffekte.
Hamburger Abendblatt, Verena Fischer-Zernin, 22.10.2011

"Eine feine CD für Leute, die ihren Liszt perfekt zu kennen glaubten."
Die Rheinische Post, Wolfram Goertz, 22.10.2011

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Martin Haselböck / Orchester Wiener Akademie - Liszt: Liszt: Hunnenschlacht, Hungaria, Mazeppa
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck (Leitung)
Label: NCA

Das Label NCA setzt seine beeindruckende Franz-Liszt-Edition mit dem Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck fort. Die Experten für ältere Musik gehen mit der großen Romantik respektvoll, aber auch innovativ um. Selten hat man Liszt so entschlackt, so durchsichtig und auf musikalische Struktur und harmonische Entwicklung bedacht gehört und dabei so zugespitzt, so federnd und prägnant pointiert. Viel hängt auch mit dem historischen Instrumentarium zusammen. Es befreit Liszt von der Üppigkeit moderner Orchesterapparate, entwuchert ihn gleichsam und schärft dadurch das Ohr für die unglaubliche Vielseitigkeit und das oft überdeckte Filigrane dieser Musik. Das bekommt dem Feingeist Liszt viel besser, als die oft zelebrierte Wagnersche Opulenz. Ein schöne Edition, die würdig fortgesetzt wird.
MDR Figaro, 30.01.2012

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