Concertgebouw Kammerorchester
Orchester

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Rezensionen

Concertgebouw Kammerorchester

CONCERTGEBOUW KAMMERORCHESTER - TOURNEE FRÜHJAHR 2016

STUTTGART, Liederhalle
SCHWEINFURT, Theater
BIETIGHEIM, Kronenzentrum
LUDWIGSHAFEN, BASF-Feierabenhaus
GÜTERSLOH, Theater

Werke von Leos Janácek, Antonin Dvorák, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Astor Piazzolla

(…) Zuvor hatten die vom Konzertmeister Tjeerd Top angeführten Musiker Leos Janáceks Suite für Streichorchester, ein frühes „Im alten Stil“-Werk des Komponisten, elegant aufgeführt; dazu die Bearbeitung von Dvoráks zwölftem Streichquartett, das „Amerikanische“, das nicht ganz so rustikal klang, wie es das Original sein kann; und Mendelssohns letzte Streicher-Sinfonie, wo klassisches Temperament hörbar wurde, altmodisch im besten Sinne. Und alle Werke klangen in den Registern perfekt verblendet, mit vollem, schimmerndem Ton, in den Bratschen nie ölig, sondern perlmuttsilbern. Kurz: Klangkultur seltener Natur. Großer Beifall im Beethovensaal.

Götz Thieme, Stuttgarter Zeitung, 2. März 2016

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Das Wichtigste freilich war die Intensität der Klangrede, die lebendige, höchst differenzierte Gestaltungsweise der Musiker aus Amsterdam. Mit ausgeprägtem Detailgespür exponierten sie plastisch Stimmungsnuancen, Feinheiten der Linienführung und delikate Farbtupfer.

Gabor Halasz, Rheinpfalz, 5. März 2016

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So leichtfüßig, so wild, so anders
Das Orchester steht bis auf die Cellisten und wiegt sich im Takt. Es gehört eine Menge Ehrgeiz und Spielfreude dazu, ein Klassik verwöhntes Publikum immer wieder neu hinter dem Ofen hervor zu holen. Das Amsterdamer Kammerorchester hat das Zeug dazu, und deutet oft nur an, was im Ohr von selbst nachklingt in atemberaubenden Tempi. Minutenlang dauert der Applaus nach dieser Sternstunde im Kronensaal.

Sussane Yvette Walter, Bietigheimer Zeitung, 4. März 2016

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Funken sprühend durch die Nacht
Unter der souveränen Leitung von Konzertmeister Tjeerd Top durfte man sich einem durchsichtigen und elastischen Ensembleklang hingeben, einem federleichten und absolut einheitlichen Musizieren der 19 Streicher. Satten Sound gab es hier ebenso wie edles und behutsames Musizieren. Janáceks Suite geriet zu einer miniaturengleichen Kostbarkeit; melodienreiches Schwelgen, kerniger Biss, springlebendiges und farbiges Musizieren auch bei Dvorák: Hier wurden Geschichten erzählt, bildhafte Assoziationen geweckt, zum Beispiel von einer fröhlichen Landpartie oder schwermütiger Naturstimmung.

Mainpost, 2. März 2016

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Stilsicherheit und Theatralik
Mit dem Concergebouw Kamerorkest hatte die BASF-Kulturabteilung am vergangenen Donnerstag zum letzten Mal in dieser Saison im Rahmen der Konzertreihe "The Big Four" ein wichtiges Kammerorchester ins Feierabendhaus nach Ludwigshafen eingeladen. In der heutigen Form seit 1987 aktiv und dem weltberühmten Concertgebouw Orkest angegliedert, wusste der ausschließlich aus Streichern bestehende und von Konzertmeister Tjeerd Top geleitete Klangkörper von Anfang an durch sein außerordentlich präzises, klanglich vielfältiges und vor allem in musikalischen Belangen stilsicheres Auftreten zu überzeugen.
Der zweite Teil des Konzerts, diesmal von allen Orchestermitgliedern im Sitzen musiziert, stand unter veränderten Vorzeichen und wurde durch eine Umsetzung von Felix Mendelssohn Bartholdys dreisätziger Streicher-Sinfonie Nr. 12 g-Moll (1823) eröffnet. Bewundernswert klar und prägnant gerieten dem Orchester die beiden von Fugenpassagen dominierten Rahmensätze, wobei der Kopfsatz zudem durch eine gewisse Strenge, verbunden mit zurückhaltender Vibratogebung, überzeugte. Dieser Schlankheit stand der geradezu verschwenderische Vibratoklang gegenüber, mit dem ein solistisches Streichquintett, häufig auch noch um die Bassstimmen reduziert, den solistisch besetzten Mittelsatz musizierte - eine Klangsituation, die als besonderer Kunstgriff auch im Finale noch zweimal in Gestalt kammermusikalischer Einsprengsel aufblitze.

Stefan Drees, klassik.com, 4. März 2016

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Die fließenden dynamischen Steigerungen bot das Streichorchester überzeugend und einfühlsam dar. Das Konzert wurde von einem bestens aufeinander abgestimmten Streichorchester getragen, das mit einem wunderbaren transparenten Klangbild beeindruckte.

Angelika Tiefenbacher, Ludwigsburg Kreiszeitung, 9. März 2016

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Mit Furiosem Finale
Das Orchester wird zum gleichberechtigten Partner der Geige und packt die perkussiven Begleitfiguren und hitzigen Glissandi locker und federnd an. Verdienter langer Beifall für die abwechslungsreichen Hörerlebnisse.

Mannheimer Morgen, 5. März 2016

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