Evgeni Koroliov
Klavier

Klavierduo Koroliov

Evgeni Koroliov & Ljupka Hadzigeorgieva

Evgeni Koroliov
Foto: Barbara Frommann

Nächstes Konzert:
26. März 2017 - Duisburger Philharmoniker
Bach Klavierkonzerte

Jüngste CD-Veröffentlichung:
The Koroliov Series Vol.XVII - TACET 216
"... lon y danse..."
Igor Strawinsky: Le Sacre du printemps
Trois pièces faciles pour piano á trois mains
Tango pour piano solo
Cinq pièces facile pour piano á quatre mains
Piano-Rag-Music
Trois pièces pour quatour á cordes arrangées pour piano a quatre mains

Jüngste Konzerte:
04.05.2016 - Hamburg, Rolf-Liebermann-Studio des NDR
Duowerke von J.S.Bach, Brahms, Debussy und Strawinsky
Duorecital mit Ljupka Hadzigeorgieva sowie diversen Studenten von Evgeni Koroliov
Sonderkonzert anläßlich der Emeritierung Koroliovs von der Hamburger Hochschule für Musik und Theater

15.11.2015 - Kassel, Kasseler Musiktage
Duorecital mit Ljupka Hadzigeorgieva, Klavier
Solowerke von Bach sowie Duowerke von Bach/Kurtág und Strawinsky: Le Sacre de Printemps

29.11.2014 - Dachauer Schlosskonzerte
11.10.2014 - Parktheater Bensheim
04.05.2014 - Konstanzer Solistenkonzerte
15.04.2014 - International Piano Festival, St. Petersburg
Konzerte für 1, 2, 3 und 4 Klaviere von J.S. Bach
mit Anna Vinnitskaya und Stepan Simonian
Kammerorchester des Mariinsky Theaters
Lorenz Nasturica-Herschowici, Dirigent

17.10.2013 - De Singel, Antwerpen
14.07.2013 - Ohrid (Mazedonien), Ohrider Sommer
05.06.2013 - Festival Soli Deo Gloria, Braunschweig
18.04.2013 - Herkulessaal, München
10.03.2013 - Rolf-Liebermann-Studio, Hamburg
01.02.2013 - Klavierfestival Klavierissimo, Wetzikon
27.01.2013 - Staatstheater Oldenburg


Ljupka Hadzigeorgieva und Evgeni Koroliov spielen als Klavierduo seit der Zeit ihres Studiums am „Tschaikowski-Konservatorium“ in Moskau in den 70er Jahren. 1977 waren sie Preisträger des Jeunesse-Musicale-Wettbewerbs in Belgrad. Weitere Auszeichnungen wurden den Musikern beim 1. Internationalen Klavierduo Festival in St. Petersburg (Publikumspreis, Preis der Kritik, zwei Sonderpreise) sowie beim Festival in Ekaterinburg mit dem Sonderpreis des Moskauer Komponisten- verbandes für die beste Interpretation einer Komposition des 20. Jahrhundert für Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ zu teil.

Konzertreisen führten die Künstler in zahlreiche europäische Länder u.a. nach Rom, Lyon, Luxemburg, Moskau und in das Beethovenhaus Bonn. Das Duo gastierte bei internationalen Festspielen wie z.B. Kuhmo Kammermusikfest, Settembre Musica in Turin, Elba – Isola musicale d’Europa, Ohrider Sommer, MDR Musiksommer, Rheingau Musik Festival, Musikfest Stuttgart, Sommerliche Musiktage Hitzacker und den Ludwigsburger Festspielen.

Im Repertoire finden sich neben den wesentlichen klassischen Werken auch wichtige Werke des 20. Jahrhunderts wie Bartóks „Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug“, Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ und Messiaens „Les Visions de l’Amen“ sowie Stücke von Ligeti und Kurtág. Zudem haben verschiedene Komponisten dem Duo neue Werke zur Uraufführung gewidmet (u.a. mehrere Sonaten und ein Klavier-Doppelkonzert).

Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen dokumentieren das künstlerische Schaffen der Musiker. Vor allem die CD mit Werken Schuberts (Fantasie f-Moll D 940 und Sonate „Grand Duo“ D 812, TACET) wurde von der Presse hervorragend besprochen und mit dem „Choc“ der französischen Musikzeitschrift „Le Monde de la musique“ ausgezeichnet. Im November 2010 erschien eine CD mit Werken von Bach arrangiert von Kurtág, Liszt und E. Koroliov für Klavierduo bei Tacet, die ausgezeichnete Kritiken („Ein Genuss“, Jürgen Otten in concerti) erhielt und in die Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen wurde.

In Bogdanci/Mazedonien geboren, studierte Ljupka Hadzigeorgieva in Skopje, Zagreb und als Stipendiatin ihres Heimatlandes am Moskauer „Tschaikowsky Konservatorium“. Zu ihren Lehrern gehörten W. M. Choroschina, L. N. Naumow und A. W. Ljubimow. Bereits während des Studiums gewann sie mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben und begann eine umfangreiche Konzerttätigkeit. Sie trat mit namhaften Orchestern und in vielen Kammermusikkonzerten auf, vor allem im ehemaligen Jugoslawien und der Sowjetunion, in Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, Italien und Deutschland. Nach ihrem Studium war sie auch als Pädagogin gefragt und unterrichtete an verschiedenen Hochschulen ihres Heimatlandes. 1978 übersiedelte sie mit ihrem Mann und Duopartner Evgeni Koroliov nach Hamburg.

Die Biografie von Evgeni Koroliov finden Sie in der nebenstehenden Rubrik "Biografie".
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Konzert-Rezension:
Ausgeklügelte Differenzierung - Klavierduo Koroliov im Festsaal des Dachauer Schlosses


Das Klavierduo Koroliov durchleuchtete dieses höchst anspruchsvolle Werk [Schubert: "Grand Duo" Sonate C-Dur D812] in wunderbarer Abstufung der Dynamik und der Farben. Hier waren ausgewiesene Anschlagskünstler am Werk, bei denen selbst die klanglich kompaktesten Stellen nie dick oder nur laut erklangen. Nur so gespielt, wird man als Zuhörer von Schuberts auch hier tief empfundener Musik erfasst und ist schließlich hingerissen, ja völlig in Bewunderung aufgelöst.

Adolf Karl Gottwald, Süddeutsche Zeitung, 01.12.2014
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Konzert-Rezension:
Ovationen für Evgeni Koriolov und Ljupka Hadzigeorgieva - Staatstheater Oldenburg


Plastizität war auch bei der eigentlichen Sensation des Konzertes gefragt: Strawinskys „Sacre du printemps“, das schockhafte „Frühlingsopfer“ von 1913 in der vom Komponisten besorgten Fassung für Klavier zu vier Händen.

Die wilde, rabiate, kraftgeladen-archaische Tanzfantasie verlangt zirzensische Zauberkünste nicht nur vom Dirigenten (beim Original des Werks für Orchester), sondern auch auf den Tasten (bei der Klaviertranskription).

Bei Evgeni Koroliov und Ljupka Hadzigeorgieva ist alles auf dem Klavier Erreichbare da: die Disziplin, Konzentration des Zusammenspiels und Transparenz, die auch extremste Klangballung und komplexeste „Soli“ durchsichtig macht; die souveräne Überschau, die eherne Statik und Emotionen, Farbenspiel und beklemmende Spannung des Aufbaus entfaltet und ausbalanciert; die Konturenschärfe rhythmisch-metrischer Strukturen, die die elementare und rituelle Seite des Werkes hervorkehrt. Jubel!

Werner Matthes, Nordwest Zeitung, 28.01.2013
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Konzert-Rezension:
Feuerwerk von vier Händen am Piano - Beifall für Klavierduo in der „Stunde der Musik“ in Halle


In einem nicht alltäglichen, aber gerade dadurch reizvollen Programm erlebten die Besucher der „Stunde der Musik“ das Klavierduo Ljupka Hadzigeorgieva und Evgeni Koroliov. Beide beeindruckten das Publikum im Freilinghausensaal im vierhändigen Klavierspiel mit vollendeter Gemeinsamkeit, rasanter Technik und tiefem Verständnis für die extrem gegensätzlichen Inhalte und Strukturen der dargebotnen Kompositionen.

Die Fantasie f-Moll von Franz Schuber (1828), weniger für den großen Konzertsaal als für häusliches Musizieren gedacht, zählt zu den Werken des Komponisten, die zur Emanzipation der bürgerlichen Musikpflege beitrugen. Hadzigeorgieva und Koroliov vermittelten eindringlich den von der seelischen Zerrissenheit Schuberts am Ende seines Lebens herrührenden Gefühlsreichtum: der Widerstreit von elegischen Tönen und heftigem Aufbäumen, im Largo verbunden mit Größe und Spannung, fand ebenso tiefgehende Realisierung wie das Aufgreifen volkstümlicher Idiome aus Tanz und Lied im dritten Satz und das an die Motive des ersten Satzes anknüpfende Finale. Ein zu Herzen gehender Sonatenversuch aus dem Geist der Romantik mit vielen Beziehungen zu Vokal- und Instrumentalwerken Schuberts.

Ein wahres Pianistisches Feuerwerk bot das Duo mit der Wiedergabe der Ballettmusik “Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky in der vom Komponisten geschaffene Fassung für Klavier zu vier Händen. In der Darbietung erstand die stark gestische und kontrastreiche Musik voller rhythmischer und klanglicher Effekte, bewegender Zartheit und wilder Ausbrüche.

Hinreisend die Zugabe eines „Slawischen Tanzes“ von Dvorák, dessen Darbietung noch einmal alle Können des Klavierduos bündelte und, wie das ganze Konzert, großer Beifall fand.

Mitteldeutsche Zeitung, Claus Hanke, 4. Februar 2008
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CD-Rezension:
F. Schubert: Fantasia in F minor D940, Sonata "Gran Duo" D812
Evgeni Koroliov & Ljupka Hadžigeorgieva

“Schwanengesänge“


Evgeni Koroliov und seine Frau Ljupka Hadzigeorgieva blicken den kühnen Konstrukten Schuberts dermaßen unbestechlich auf den Grund, dass einem ganz anders werden kann. Doch selbst den selbsterzeugten Schwindel fangen diese vier Hände meisterlich sicher wieder auf. Und der Stuttgarter Tonmeister und Produzent Andreas Spreer ist seinen Künstlern wieder einmal sehr behilflich. Auch das der Comtesse nur versteckt zugeeignete Schubertsche Grand Duo C-Dur (D 812) aus dem Jahre 1824 wird klanglich bestechend tief ausgelotet: Gerade wo sich fast nichts ereignet, nämlich in der Gestaltung des Themas im ersten Satz, gewinnt der Klang eine Dimension, die wiederzugeben man seinen eigenen Lautsprechern von Haus aus gar nicht zugetraut hätte: Zum Raum wird hier die Zeit."

DIE ZEIT, Mirko Weber, 23.03.2006
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Konzert-Rezension:
Begeisterndes Piano-Konzert im Kammermusiksaal des Beethovenhauses: "Strawinskys Peitschenhiebe"


Mit verbalen Superlativen ist man in unserer Zeiten schnell bei der Hand, so dass Bekundungen von Begeisterung gerne einen inflationären Beigeschmack bekommen.
Wer das Glück hatte, den Pianisten Evgeni Koroliov im Konzert zu erleben, vielleicht sogar mit Bachs Suiten, wird die Intensität des Ausnahmepianisten aus Moskau kaum vergessen. In der Kammerkonzertreihe des Beethovenhauses war Koroliov mit seiner Ehefrau der fantastischen Pianistin Ljupka Hadzigeorgieva, zu Gast. Selten ist musikalische und persönliche Harmonie zwischen Musizierpartnern so unmittelbar zu spüren wie bei den Interpretationen des Klavierduos Koroliov. Seele und verstand tragen die beiden auf dem selben Fleck.

Zu hören in Franz Schuberts Sonate in C-Dur (D812), welcher der Beiname “Grand Duo“ anhaftet und in Igor Strawinskys für Diaghilews „Ballets russes“ komponierte „Le sacre du printemps“. Gipfelwerke für die Besetzung, die mit den Koroliovs ebenso sachkundige wie grandiose Interpreten fanden.
Gerne hat man in Schuberts Sonate dessen formale Suche nach der großen Sinfonie gesehen, darüber hinaus eine Besetzung für Streichquartett hineininterpretiert uns stets die herausragende Virtuosität der posthum veröffentlichten Sonate hervorgehoben.
Im Kammermusiksaal enthüllten die Koroliovs die sinfonischen Facetten ebenso wie die für Schubert charakteristischen lyrischen Kantilenen, ohne die leidenschaftlichen, düsteren und mitunter hymnischen Anklänge zu überspielen. Ihre hohe Anschlagskultur erlaubte es ihnen, einfachen Tonrepetitionen optimistischen wie resignativen Charakter zu verliehen.
Die einzigartige Klanggestaltung tönte in der Tat wie aus einem Guss, so fest verbindet die beiden Musizierpartner das musikalische Verständnis. Wie Peitschenhiebe knallten die Synkopen und rasenden Taktwechsel in Stawinskys „Sacre“, pulsierend gelangen die Steigerungen, und wie exaltiert verrichtet sich der bis zu Rasen aufgebracht rhythmische Puls.
Dazwischen traumverlorene, in ungewohnten Wendungen verlaufende geheimnisvolle Melodien, nicht zuletzt die bestechende Klarheit des Schlussarpeggios war brillant. Begeisterter Applaus!

Bonner Rundschau, Felicitas Zink, 2.5.2005

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Was braucht ein musikalisches Herz für das vollkommene Glück? Ein großartiges Werk und eine Interpretation, die die Seele der Musik ergründet, eine Interpretation, in der Technisches, Virtuoses zur Randerscheinung wird. Das Klavierduo Koroliov konnte eben diese magische Welt der Seelensprache im Beethoven-Haus beschwören.
Ljupka Hadzigeorgieva und Evgeni Koroliov spielten Schuberts grandiose, sinfonie-artige Sonate für Klavier zu vier Händen in C-Dur op. Posth. 140 – ein Werk voller Leid und Hoffnung, voller sich als Heiterkeit tarnender Melancholie. In der Interpretation des berühmten Duos erklang Schuberts musikalische Sprache anmutig, den Kern der Musik perfekt treffend. Es gab perfekte Wechsel in der Färbung: Besonders beeindruckend das Scherzo in seiner perlenden Leichtigkeit und trotzdem mit aus der Tiefe kommender Kraft und dunkel getrübter Sehnsucht.
Nach der Pause ein absolutes Kontrastprogramm: Igor Strawinskys „Le Sacre du printemps“ mit seiner archaischen Kraft, die das perfekt harmonisierende Duo mit orgiastischer Wucht zum Klingen bringen konnte.

General-Anzeiger Bonn, Christian O. Gaszi Laki, 3.5.2005

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