Dezsö Ránki
Klavier

Biografie

Dezsö Ránki
Foto: Zsilvia Csibi

Dezsö Ránki, 1951 in Budapest geboren, zählt zweifelsohne zu den besten ungarischen Pianisten unserer Zeit. Seine internationale Karriere begann noch während seiner Studienzeit an der Budapester Liszt-Akademie bei Pál Kadosa, als er 1969 den ersten Preis beim Robert-Schumann-Wettbewerb gewann.
Bereits früh fiel Ránki durch seine erstaunliche Pianistik und natürliche Musikalität auf. Sein Spiel gilt als prägnant und klar, rhythmisch robust, nuancen- und farbenreich doch ohne Sentimentalität. Ránkis umfangreiche Repertoire deckt die ganze Klassik und Romantik ab, reicht bis Bartók und Kurtág.
Gastspiele führen Dezsö Ránki regelmäßig in die wichtigsten Musikzentren Europas und Nordamerikas sowie nach Japan, wo er im Juli 2015 mehrere Recitals sowie Konzerte mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter der Leitung von Jonathan Nott spielte. In Deutschland war er im Oktober 2015 Solist des Stuttgarter Kammerorchesters. Im November 2015 war er mit dem 3. Klavierkonzert von Bartók Solist des Orchestre National de France unter Daniele Gatti.
Internationale Orchester, mit denen Ránki Konzerte gab sind: London Philharmonic und English Chamber Orchestra, Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Orchestre National de France, Orchestre de la Suisse-Romande, Budapest Festival Orchestra und NHK-Symphony Orchestra Tokyo. Er spielte unter Dirigenten wie: Frans Brüggen, Iván Fischer, Vladimir Jurowski, Kirill Kondraschin, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Sir Yehudi Menuhin, Vaclav Neumann, Gennady Roshdestvensky, Kurt Sanderlingm, Sir Georg Solti
und Jeffrey Tate. Solo-Recitals wie in der Wigmore Hall London oder im Concertgebouw Amsterdam und Konzerte bei renommierten Festivals unterstreichen seinen herausragenden Ruf: Musikfestwochen Luzern, Wiener Festwochen, Prager Frühling, Lockenhaus, und die Festivals in La Grange de Meslay und La Roque dAnthéron.
Dezsö Ránkis war Solist beim Berliner Philharmonischen Orchester, Konzerthausorchester Berlin, Gewandhausorchester Leipzig, Dresdner Philharmonie, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie den Philharmonikern in Bremen, Essen und Nürnberg. Er gastierte im Festspielhaus Baden-Baden, beim Schumannfest in Düsseldorf, dem Kissinger Sommer und beim MDR Musiksommer.
Aufnahmen des Pianisten wurden bei Hungaroton, Teldec, Denon, und Quint Records veröffentlicht. Prämiert wurden seine Einspielung der Etüden op. 10 von Chopin mit dem "Grand Prix du Disque" und seine CD mit Bartóks Mikrokosmos mit dem "Grande Premio dei Critici Italiani".
Dezsö Ránki spielt auch Konzerte mit seiner Ehefrau, der Pianistin Edit Klukon. Das Duo spielte zuletzt beim Saarländischen Staatsorchester und gastierte beim Beethovenfest Bonn, beim Schleswig-Holstein Musik Festival und den Dresdnern Musikfestspielen. CD-Aufnahmen für das ungarische Label BMC beinhalten Werke von Satie/Cage und Liszt, sowie des zeitgenössischen ungarischen Komponisten Barnabas Dukay.
Dezsö Ránki erhielt zweimal den angesehenen Kossuth-Preis (1978 und 2008), die höchste staatliche Auszeichnung in Ungarn für die Bereiche Kunst und Kultur.
Dezember 2015

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