Concertgebouw Kammerorchester Amsterdam

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Rezensionen

Concertgebouw Kammerorchester Amsterdam


CONCERTGEBOUW KAMMERORCHESTER AMSTERDAM

TOURNEE FRÜHJAHR 2016

STUTTGART, LIEDERHALLE, BEETHOVEN-SAAL, 29. FEBRUAR 2016
SCHWEINFURT, THEATER, 1. MÄRZ 2016
BIETIGHEIM, KRONENZENTRUM, 2. MÄRZ 2016
LUDWIGSHAFEN, BASF-FEIERABENDHAUS, 3. MÄRZ 2016
GÜTERSLOH, THEATER, 4.MÄRZ 2016

Werke von Leos Janácek, Antonin Dvorák, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Astor Piazzolla


(…) Zuvor hatten die vom Konzertmeister Tjeerd Top angeführten Musiker Leos Janáceks Suite für Streichorchester, ein frühes „Im alten Stil“-Werk des Komponisten, elegant aufgeführt; dazu die Bearbeitung von Dvoráks zwölftem Streichquartett, das „Amerikanische“, das nicht ganz so rustikal klang, wie es das Original sein kann; und Mendelssohns letzte Streicher-Sinfonie, wo klassisches Temperament hörbar wurde, altmodisch im besten Sinne. Und alle Werke klangen in den Registern perfekt verblendet, mit vollem, schimmerndem Ton, in den Bratschen nie ölig, sondern perlmuttsilbern. Kurz: Klangkultur seltener Natur. Großer Beifall im Beethovensaal.
Götz Thieme, Stuttgarter Zeitung, 2. März 2016

Das Wichtigste freilich war die Intensität der Klangrede, die lebendige, höchst differenzierte Gestaltungsweise der Musiker aus Amsterdam. Mit ausgeprägtem Detailgespür exponierten sie plastisch Stimmungsnuancen, Feinheiten der Linienführung und delikate Farbtupfer.
Gabor Halasz, Rheinpfalz, 5. März 2016

So leichtfüßig, so wild, so anders
Das Orchester steht bis auf die Cellisten und wiegt sich im Takt. Es gehört eine Menge Ehrgeiz und Spielfreude dazu, ein Klassik verwöhntes Publikum immer wieder neu hinter dem Ofen hervor zu holen. Das Amsterdamer Kammerorchester hat das Zeug dazu, und deutet oft nur an, was im Ohr von selbst nachklingt in atemberaubenden Tempi. Minutenlang dauert der Applaus nach dieser Sternstunde im Kronensaal.
Sussane Yvette Walter, Bietigheimer Zeitung, 4. März 2016

Funken sprühend durch die Nacht
Unter der souveränen Leitung von Konzertmeister Tjeerd Top durfte man sich einem durchsichtigen und elastischen Ensembleklang hingeben, einem federleichten und absolut einheitlichen Musizieren der 19 Streicher. Satten Sound gab es hier ebenso wie edles und behutsames Musizieren. Janáceks Suite geriet zu einer miniaturengleichen Kostbarkeit; melodienreiches Schwelgen, kerniger Biss, springlebendiges und farbiges Musizieren auch bei Dvorák: Hier wurden Geschichten erzählt, bildhafte Assoziationen geweckt, zum Beispiel von einer fröhlichen Landpartie oder schwermütiger Naturstimmung.
Mainpost, 2. März 2016

Stilsicherheit und Theatralik
Mit dem Concergebouw Kamerorkest hatte die BASF-Kulturabteilung am vergangenen Donnerstag zum letzten Mal in dieser Saison im Rahmen der Konzertreihe "The Big Four" ein wichtiges Kammerorchester ins Feierabendhaus nach Ludwigshafen eingeladen. In der heutigen Form seit 1987 aktiv und dem weltberühmten Concertgebouw Orkest angegliedert, wusste der ausschließlich aus Streichern bestehende und von Konzertmeister Tjeerd Top geleitete Klangkörper von Anfang an durch sein außerordentlich präzises, klanglich vielfältiges und vor allem in musikalischen Belangen stilsicheres Auftreten zu überzeugen.
Der zweite Teil des Konzerts, diesmal von allen Orchestermitgliedern im Sitzen musiziert, stand unter veränderten Vorzeichen und wurde durch eine Umsetzung von Felix Mendelssohn Bartholdys dreisätziger Streicher-Sinfonie Nr. 12 g-Moll (1823) eröffnet. Bewundernswert klar und prägnant gerieten dem Orchester die beiden von Fugenpassagen dominierten Rahmensätze, wobei der Kopfsatz zudem durch eine gewisse Strenge, verbunden mit zurückhaltender Vibratogebung, überzeugte. Dieser Schlankheit stand der geradezu verschwenderische Vibratoklang gegenüber, mit dem ein solistisches Streichquintett, häufig auch noch um die Bassstimmen reduziert, den solistisch besetzten Mittelsatz musizierte - eine Klangsituation, die als besonderer Kunstgriff auch im Finale noch zweimal in Gestalt kammermusikalischer Einsprengsel aufblitze.
Stefan Drees, klassik.com, 4. März 2016

Die fließenden dynamischen Steigerungen bot das Streichorchester überzeugend und einfühlsam dar. Das Konzert wurde von einem bestens aufeinander abgestimmten Streichorchester getragen, das mit einem wunderbaren transparenten Klangbild beeindruckte.
Angelika Tiefenbacher, Ludwigsburg Kreiszeitung, 9. März 2016

Mit Furiosem Finale
Das Orchester wird zum gleichberechtigten Partner der Geige und packt die perkussiven Begleitfiguren und hitzigen Glissandi locker und federnd an. Verdienter langer Beifall für die abwechslungsreichen Hörerlebnisse.
Mannheimer Morgen, 5. März 2016

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GASTSPIEL BEIM MOZARTFEST WÜRZBURG 2015

"Virtuos und genüßlich"

Das Concertgebouw Kamerorkest lieferte den Beweis, dass gerade eine analytische Durchdringung viele Facetten Mozarts erschließt, die sonst nicht zu hören sind. Auch der Beginn des Abends, die Streichersymphonie c-moll des 15-jährigen Felix Mendelssohn-Bartholdys, wies plötzlich ungewohnt strenge Züge in den schnellen Sätzen auf, während das Andante fein elegisch singen durfte.
Unter der Leitung der sehr engagierten Henriette Luytjes zeigte dann Mozarts A-Dur Sinfonie KV 201 straffes, durchsichtiges, federndes Musizieren, das nie gefällig wurde, sondern delikaten Charme aufwies, ohne je trocken zu wirken. Auch Mozarts Violinkonzert B-Dur KV 209 mit Tjeerd Top als Solisten vermied jede Übersteigerung; er ließ seine Stradivari hell, wonnig singen, gestaltete alles aus einem großen Bogen heraus, ließ im langsamen Satz die Melodie ruhig aufblühen und endete in völliger Übereinstimmung mit dem Orchester.

Bayerische Staatszeitung, 1. Juni 2015
Autorin: Renate Freyeisen


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Mozartfest Würzburg 2015: Bravorufe für das Concertgebouw Kamerorkest

Trotz des gleichzeitigen DFB-Pokalfinales bestens besucht war der Kaisersaal der Würzburger Residenz beim Mozartfest-Auftritt des Concertgebouw Kamerorkest Amsterdam. Das Ensemble setzt sich aus Mitgliedern des berühmten niederländischen Concertgebouw-Orchesters zusammen. Bei seinem Würzburger Auftritt bestand es im Kern aus einer 16-köpfigen Streicherformation, die für zwei Programmpunkte um die in der frühen Klassik üblichen zwei Oboen und zwei Hörner erweitert wurde.
Das Orchester überzeugte vom ersten Takt an mit einem ganz speziellen, sehr persönlichen Sound. Egal, ob die federnden Rhythmen in Mozarts A-Dur-Sinfonie KV 201 oder die pathetischen Klänge in Tschaikowskys Streicherserenade: Stets präsentierten sich die Holländer hellwach und punktgenau. Henriëtte Luytjes brauchte von ihrem Geigen-Pult aus gar nicht viel tun, um das Orchester zu dieser tollen Teamleistung zu führen. Sogar Mendelssohns frühe Streichersinfonie – der Komponist schrieb das handwerklich brillante, aber in der Tonsprache seltsam barocke Werk als Zwölfjähriger – bekam durch die Interpretation der Amsterdamer individuelles Profil. Solist des Abends war der Geiger Tjeerd Top, der Mozarts B-Dur-Konzert KV 207 betörend schön vortrug. Der Niederländer spielte ein herrliches Instrument, eine Stradivari aus dem Jahr 1713 – diese Geige ist auch unter dem Namen „Pingrillé“ bekannt. „Ein fantastisches Instrument, das insbesondere in der Höhe enorme Strahlkraft besitzt“, sagte der Solist. „Es ist eine Geige aus den mittleren, den goldenen Jahren von Stradivari.“ Sie gehört der Stiftung Donateurs des Königlichen Concertgebouw Orchesters, die Tjeerd Top das Instrument seit vier Jahren zur Verfügung stellt. Er trug dem begeisterten Publikum als Zugabe das Largo aus Bachs dritter Solosonate vor. Auch das Kammerorchester riss die Zuhörer zu Bravorufen hin, wofür sich die Musiker mit dem Finale aus Mozarts D-Dur-Divertimento KV 136 als Zugabe bedankten.

Main Post, 31.05.2015

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"Samtener Klang der Streicher - Concertgebouw Kamerorkest im Kaisersaal"

Als zweites Mozart-Werk kam das Konzert für Violine und Orchester B-Dur KV 207 mit dem Solisten Tjeerd Top zur Aufführung. Top brachte meisterhaft seine brillante Spieltechnik mit einer Stradivari aus dem Jahr 1713 zu Gehör. Ein hingebungsvolles Largo aus Bachs dritter Solosonate war nach stürmischem Beifall seine kurze, aber reizvolle Zugabe.

Fränkische Nachrichten, 5. Juni 2015

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